Das Spiel Mühle ist ein Strategiespiel für 2 Personen mit vollkommener Information. Jeder Spieler hat 9 Steine. Diese Steine werden in der Setzphase abwechselnd gesetzt. Der Spieler mit den weißen Steinen beginnt. Wer die weißen Steine im ersten Spiel führt, wird entweder vereinbart oder durch das Los entschieden. Danach wechselt man sich ab oder der Verlierer darf die Farbe für das nächste Spiel wählen.
Ziel des Spiels ist es, durch die Bildung einer Mühle (drei Steine in vertikaler
oder horizontaler Richtung nebeneinander) dem Mitspieler Steine wegzunehmen, bis er nur noch zwei Steine besitzt und damit keine Mühle mehr bilden kann. Dabei dürfen nur Steine genommen werden, die nicht Teil einer Mühle sind. Mit der Ausnahme, daß auch dies möglich ist, wenn es nur Steine gibt, die sich in Mühlen befinden.
Eine andere Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen ist, seine Steine so zu setzen,
daß sich der Mitspieler in der Schiebephase nicht mehr bewegen kann. In der Schiebephase werden die Steine jeweils abwechselnd auf einen benachbarten freien Platz gesetzt.
Eine Besonderheit ist im Endspiel, daß ein oder beide Spieler nur noch drei
Steine hat/haben.  Ein Spieler der nur noch drei Steine hat, darf “springen”. Dies heißt, er darf auf jeden freien Platz springen, der sich auf dem Feld befindet. Bei drei aufeinander folgenden gleichen Zügen kommt es zum Unentschieden (Remis).
Zum Remis kommt es auch durch Angebot und Annahme des Remis.
Eine Besonderheit ist die sogenannte Zwickmühle. Diese besteht aus fünf
Steinen. Beim Schließen einer Mühle öffnet sich automatisch die zweite und umgekehrt.
Im anonymen Internet kommt es manchmal zu der Situation, daß beide Spieler das Spiel nicht gewinnen können, es aber auch nicht zu der oben angesprochenen Zugwiederholung kommt. Das Spiel dauert dann praktisch “ewig”, bis einer der Spieler entnervt aufgibt. Hier hat es sich bewährt, daß eine weitere Remisregel eingeführt worden ist. Diese besagt, daß wenn ein und dieselbe Stellung dreimal auftritt, es ebenfalls zum automatischen Remis kommt.

Weder der Beginnende noch der Nachziehende kann den Sieg aus eigener
Spielstärke heraus erringen (damit gehört das Mühlespiel zu den sogenannten fairen Spielen). Zwei fehlerlos spielende Spieler kommen somit immer zu einem Remis. Die Strategie muß also darin bestehen, seine Steine so zu setzen, daß der Mitspieler einen Fehlzug macht. Dieser Fehlzug führt entweder sehr schnell zum Sieg (nach wenigen weiteren Zügen) oder auch erst nach bis zu 150 weiteren Zügen. Je nach Stärke der beiden Spieler kann es also durchaus passieren, daß die Spieler abwechselnd fehlerhafte Züge machen.
Da es insgesamt über 18 Milliarden unterschiedliche Stellungen gibt, ist das Spiel für den menschlichen Geist praktisch “unüberschaubar”.
Wer den letzten Fehlzug macht verliert. Das spannende beim Mühlespiel kann durchaus sein, daß ein weit “zurückliegender” Spieler mit drei oder vier Steinen immer noch gegen einen Mitspieler mit sieben Steinen gewinnen kann.